25.05.2005
Craemer mit dem Geschäftsverlauf 2004 zufrieden
Die Craemer-Gruppe berichtet über einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf für das Jahr 2004. Dr. Achim Brandenburg, geschäftsführender Gesellschafter, sieht das Unternehmen gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft. Zunehmender Kostendruck, Abbau von Handelsbarrieren und der Beitritt neuer Mitglieder in die Europäische Union erforderten aber noch größere Anstrengungen seitens des Unternehmens und der Mitarbeiter.
Der im Jahr 2004 erzielte Gesamtumsatz in Höhe von 113 Mio. Euro lag um rund 3 % unter dem Vorjahr. Das Presswerk in Herzebrock, in dem Stahl- und Aluminiumkomponenten vorwiegend für den Automobilbereich gefertigt werden, war gut ausgelastet, Absatzprobleme der Pkw-Hersteller waren jedoch spürbar, so dass der Teile-Umsatz auf Vorjahresniveau stagnierte. Die stark gestiegene Nachfrage der boomenden chinesischen Wirtschaft machte Stahl weltweit zu einem begehrten und knappen Gut. Da Craemer den eigenen Stahlbedarf durch Jahresverträge gesichert hatte, konnten Lieferengpässe vermieden werden. Mit den durch die Verknappung stark gestiegenen Stahlpreisen ist das Herzebrocker Unternehmen daher erst im laufenden Geschäftsjahr konfrontiert.
Die Tochtergesellschaft in der Slowakei, die das Leistungsspektrum der Metallumformung ergänzt, hat sich erfreulich entwickelt. Vom EU-Beitritt der Slowakei und der Neuansiedlung von Automobilherstellern werden weitere Wachstumsimpulse ausgehen. Um eine Erweiterung der Fertigungskapazitäten zu ermöglichen, wird Craemer bis zum Jahresende eine 2.500 m2 große Produktionshalle in Liptovský Mikuláš fertig stellen.
Im Unternehmensbereich Kunststoffverarbeitung, dem zweiten Standbein im Stammwerk, entwickelten sich die wichtigsten Produktgruppen, Paletten und Mülltonnen, erneut positiv und trugen wesentlich zu dem Umsatzwachstum von 4 % bei. Allerdings waren bereits im letzten Jahr spürbare Verteuerungen des Kunststoffgranulats zu verkraften, die nicht in vollem Umfang weitergegeben werden konnten und somit Ertragseinbußen nach sich zogen.Da besonders der Absatz der Craemer-Kunststoffprodukte auf dem britischen Markt in den letzen Geschäftsjahren sehr erfolgreich war und diese Entwicklung nach Einschätzung des Unternehmens andauern wird, plant Craemer in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres ein neues Werk auf der Insel in Betrieb zu nehmen.
Der Werkzeugbau ist im Hause Craemer seit jeher die Schnittstelle zwischen Entwicklung und Produktion und somit nach wie vor Herzstück des Unternehmens.
„Vor allem bei unseren Werkzeugbauaktivitäten verspüren wir seit Monaten“, so Dr. Brandenburg, „einen deutlich verschärften Preis- und Konkurrenzdruck, der sich insbesondere im Auftragseingang niederschlägt“. Im Automobilzuliefergeschäft werde das Unternehmen zunehmend mit Werkzeugangeboten konfrontiert, die zum Teil mehr als 25 % unter dem bisher üblichen Preisniveau liegen.
„Ursächlich für diese Entwicklung ist zunächst das allgemein gebremste Automobilwachstum. Standortverlagerungen nach Osteuropa spielen eine Rolle und es ist auch nicht zu übersehen, dass mittlerweile viele unserer Wettbewerber mit erheblich niedrigeren Lohnkosten arbeiten als wir.“
„Wir werden uns offensiv diesen Herausforderungen stellen. Dazu stehen wir in einem kontinuierlichen und offenen internen Dialog. Wir werden auch zukünftig auf Qualität und möglichst hohe technische Standards setzen und sind überzeugt, dass der Markt dies letztlich honorieren wird. In diesem Zusammenhang halten wir es für unabdingbar unsere Kräfte hier in Herzebrock zu bündeln und haben uns auch deshalb dazu durchgerungen unsere diesbezüglichen Aktivitäten in Borgholzhausen zu beenden.“
Im Laufe des Jahres 2004 erhöhte sich die Beschäftigtenzahl der Craemer-Gruppe auf 520. Darunter befinden sich 25 Auszubildende, das sind 5 mehr als im Vorjahr, die in verschiedenen gewerblichen und kaufmännischen Tätigkeitsfeldern gründlich auf das Berufsleben vorbereitet werden. In diesem Zusammenhang betonte Dr. Brandenburg: „Wir stellen nach wie vor Ausbildungsplätze über unseren eigenen Bedarf hinaus bereit und werden dies auch weiterhin tun.“
Das Geschäftsjahr 2005 ist zufriedenstellend angelaufen und Craemer rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatzanstieg auf 125 Mio. Euro. Zu weiterem Wachstum wird das Investitionsprogramm, welches sich in der Gruppe bis zum Jahr 2007 auf rund 20 Mio. Euro beläuft, beitragen.
Am letzten Augustwochenende wird auf dem Betriebsgelände in Herzebrock zum wiederholten Male ein Craemer-Familientag stattfinden. „Wir erwarten über 2.000 Gäste aller Altersgruppen und werden hoffentlich auch diesmal gutes Wetter und viel Spaß und Freude miteinander haben.




